Instagram Hashtags galten auf seit jeher als Muss für Reichweite. Je mehr eingesetzt wurden, desto weiter schaffte es der Beitrag. Seit der Einführung des Algorithmus allerdings sind sehr viel mehr Faktoren hinzugekommen, welche sich auf die Reichweite auswirken. Die Beiträge werden zukünftig nicht mehr in chronologischer Reihenfolge angezeigt, sondern werden nach Relevanz sortiert. Hashtags haben in diesem Zuge in einem gewissen Maße an Bedeutung verloren.

Screenshot des Instagram Profils von Hirsch Medien

Konnten User früher stets auf ihr altbewährtes Set an Hashtags zurückgreifen, ist das Hashtag Game zurzeit ungleich schwieriger zu bewältigen. Woran das liegt und welche Lösungen es dafür gibt, erfährst du hier.

Warum überhaupt Instagram Hashtags?

Zwar sind Hashtags nicht mehr maßgeblich für den Erfolg deiner Beiträge verantwortlich, doch spielen sie noch immer eine tragende Rolle auf Instagram. Setzt man sie richtig ein, können mit der dazugewonnenen Reichweite neue Follower generiert werden. Hashtags eignen sich heute in erster Linie zum Audience Building. Das bedeutet: Hat man einen noch sehr kleinen oder mittelgroßen Account, lohnt sich der Einsatz. Je mehr Follower man aber hat, desto weniger Hashtags müssen in der Regel gesetzt werden.

Hashtags erhöhen deine Reichweite auf der Plattform. Mit ihnen eröffnet man anderen Usern, die einem noch nicht folgen, die Möglichkeit seinen Content zu finden. Mit den richtigen Hashtags erreicht man seine Zielgruppe, gewinnt Kunden, erzeugt Engagement und erweitert somit das eigene Netzwerk. Für all dies und das Branding natürlich ist Instagram derzeit relativ alternativlos der „Place to be“.

Trotzdem stellt sich vielen Instagramern die Frage:

Was ist in letzter Zeit nur los mit dir, Instagram?

Leider haben viele User seit einiger Zeit mit ihren Hashtags zu kämpfen. Frühere Strategien scheinen heute keine Wirkung mehr zu zeigen – oder noch schlimmer: Sie wirken sich inzwischen negativ auf die Performance aus. Nahezu täglich scheint sich der Algorithmus mit neuen Entwicklungen gegen User zu wenden und ihre Reichweite einzuschränken. Eine kurze Zusammenfassung:

Veraltete Erfolgspraktiken, die sich heute im Zweifel eher negativ auswirken:

  • Die volle Anzahl, also 30 Tags, verwenden
  • Immer das gleiche Set an Hashtags verwenden
  • Verwendung irrelevanter Tags, die nichts mit dem Content zu tun haben, aber hohe Reichweiten erzeugt haben – Relevanz ist ausschlaggebend für die Position im Newsfeed!

Aktuelle Empfehlungen:

  • Nur einige, extrem relevante, Hashtags einsetzen. Hier findest du eine Anleitung und aktuelle Top Hashtags.
  • Hashtags direkt in die Bildunterschrift setzen und nicht etwa wegen der Ästhetik in die Kommentare
  • Kontinuierlich mit Stories arbeiten und dort Hashtags verwenden, um in den „Hashtag Stories“ angezeigt zu werden

Generell gilt derzeit für eine stabile Reichweite (Hashtag-unabhängig):

  • Sehr wichtig: Stories benutzen
  • Sehr wichtig: Mit der eigenen Community interagieren
  • Analytics-Monitoring bei Businessprofilen
  • Individuell prüfen, was am besten funktioniert
  • Je schneller ein Beitrag nach dem Veröffentlichen Engagement erzeugt, desto höher die Reichweite
  • Auf Drittanbieter-Apps verzichten, die auf den Account zugreifen,
    denn Instagram bemerkt das sehr schnell und schränkt die Reichweite ein.
  • Die Top 9 in der Hashtag-Suche sind individualisiert und basieren auf deinen Interessen sowie der Historie des Instagramers

Wie man erkennt, kommt es am Ende gar nicht mehr so sehr auf die Menge der Hashtags oder deren Zielgenauigkeit an. Inzwischen ist es bei Instagram ein Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Faktoren, die sich auf die Reichweite auswirken. Dennoch sind Hashtags nach wie vor nicht unwichtig.

Das aktuell Wichtigste zu den Hashtags

Allgemeine Hashtags – warum von der Verwendung abgesehen werden sollte

Prinzipiell sollte davon abgesehen werden, allgemeine Hashtags zu wählen, denn deren Wirkung verfliegt aufgrund der hohen Nutzungsraten zu schnell. Mit deinen Tags landet man nämlich unter anderem in der Hashtagsuche. Ist das betreffende Tag zu allgemein und weist ein sehr hohes Volumen auf, wird der Content nur durchgespült und im Zweifel von niemandem gesehen. Ziel ist es aber, mit dem Beitrag im Bereich “Beliebteste Beiträge” zu landen, denn diese bekommen User in der Hashtagsuche als erstes zu sehen. Wer es dort hineinschafft, verweilt für gewöhnlich auch ein wenig – bis ein neuer Beitrag mit mehr Engagement ablöst. Beachtet werden sollte, dass die Top 9 für jeden User individualisiert dargestellt werden. Was man dort sieht, entspricht also den eigenen Interessen.

Obwohl die Nachteile allgemeiner Hashtags durchaus bekannt sind, werden sie doch von mancher Seite weiterhin empfohlen. Denn da sie so beliebt sind, werden diese auch von zahlreichen Usern beobachtet und fördern so Interaktionen sowie Reichweite. Häufig verzeichnen Accounts auch den Zuwachs an Followern. Das klingt zwar im ersten Moment positiv, doch werden diese Tags häufig von Bots und Spammern verwendet und monitort. Wem die Anzahl der Likes unter seinem Beitrag wichtiger sind als das Erreichen der eigenen Zielgruppe, der soll sie aber gern verwenden.

Nischen-Hashtags 

Mit Nischen-Hashtags spricht man eine spitzere Zielgruppe an, die ohnehin ein Interesse an ähnlichen Dingen zeigt. Zudem weisen diese in aller Regel ein weitaus geringeres Volumen auf, was man als Vorteil nutzen kann.

Stories Hashtags

Abgesehen davon, dass Instagram die Stories pusht und viel daran setzt, dass User diese auch nutzen, sollten die Hashtags in der Story schlau ausgewählt werden, denn mit ein wenig Glück landet man damit in den Hashtag-Stories und macht den Content einem viel größeren Publikum zugänglich. Hier können sich allgemeine Hashtags durchaus lohnen – zumal die Wahrscheinlichkeit, es in die Hashtag Story zu schaffen, derzeit noch relativ hoch ist. Die Hashtag Stories gibt es jedoch nicht für jedes Hashtag und sie sind unabhängig vom Hashtag-Volumen.


Tipp: 
Die meisten User glauben, dass in der Story lediglich ein Hashtag gesetzt werden kann. Tippt man ein weiteres Mal auf die Hashtag-Auswahl, öffnet sich der bereits bestehende. Es funktioniert aber auch, Hashtags als Text zu setzen. In einer Story können diese Weise bis zu zehn Tags integriert und diese sogar hinter einem Emoji versteckt werden. Mit diesem Trick wird die Chance immens erhöht, mit dieser Story in die Hashtag Stories zu kommen.

Branded Hashtags

Es macht definitiv Sinn, sich einen Branded Hashtag zuzulegen. Zwar erhöhen sie die Reichweite nicht oder ziehen von sich aus mehr Follower an. Aber einige Vorteile bringen diese dennoch:

  • Präzisere Analyse der Kampagnen
  • Interatkion mit Followern in Live Events
  • Auf Basis des Hashtags können Contests oder Verlosungen durchgeführt werden
  • Erhöhung des Brand Awareness

Was kann noch in Beiträgen für mehr Reichweite getan werden?

Bei der Beitragsgestaltung sollte neben der kleinen Auswahl an Hashtags darauf geachtet werden, dass:

  1. hochwertiger Content (Texte sowie auch Bilder) gepostet wird
  2. lange Bildunterschriften verwendet werden
  3. Bildunterschriften von Zeit zu Zeit mit einer Frage enden (Interaktionsrate wird erhöht)
  4. zum richtigen Zeitpunkt gepostet wird

Auf Instagram gewinnen

Wie man sieht, sind Hashtags inzwischen mehr zweitrangig. Um heute Reichweite auf Instagram zu erzeugen, bedarf es etwas mehr als einer altbewährten Hashtag-Strategie. Der richtige Mix an Taktiken macht den Erfolg aus. Bestenfalls lässt man sich nicht davon beirren, wenn die Beiträge einmal nicht das sonst übliche Engagement generieren. Schließlich ist nicht ausschlaggebend, wie viele Likes man unter seinem Beitrag sammelt, sondern seine Zielgruppe vernünftig zu erreichen.

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